Die Präriewind Bücher von Dorina Weßendorf

Die Liebe ihres Vaters zu Western brachte Dorina Weßendorf bereits als Kind mit den Ureinwohnern Amerikas in Berührung. Jeder, der sich mit der amerikanischen Geschichte beschäftigt hat weiss, welche großen Ungerechtigkeiten den Indigenen bei der Eroberung Amerikas wiederfahren sind. Diese Tatsache spielt auch in den Präriewind-Romanen von Dorina eine wichtige Rolle.

Geschrieben hat die 31-jährige – die seit fast zehn Jahren als Erzieherin in einem Kindergarten arbeit – eigentlich schon immer, aber mehr für sich selbst als für andere. Durch die Ausschreibung eines Uniprojektes ist Dorina dann über Umwege zu ihrem jetzigen Verlag gekommen, der sich auf Bücher über Amerikanistik und indigene Völker spezialisiert hat. Somit war schon einmal eine Basis vorhanden.

Hinzu kommt, das die Autorin selbst seit über zwanzig Jahren reitet und seit vierzehn Jahren eine Reitbeteiligung an einer Haflingerstute hat, mit der sie Wald und Wiesen unsicher macht. Daher ergab sich von selbst, auch diese Erfahrung beim Schreiben mit einfließen zu lassen. Somit spielt auch das enge Verhältnis des jeweiligen Protagonisten zu seinem Pferd bei den Büchern eine wichtige Rolle.

Präriewind Band 1

Im ersten Band mit dem Titel Präriewind: Sein Name ist Fand Seine Stimme* geht es um den schüchternen Außenseiter Jacob, der Mitte des 19.Jahrhunderts als Lakota in der Obhut eines weißen Pfarrers aufwächst. In der kleinen Siedlung mitten in den unendlichen Weiten der Great Plains schlagen ihm jedoch meist Abneigung, Vorurteile und Rassismus entgegen. Als junger Mann arbeitet er auf einer nahegelegenen Rinderfarm ausnahmslos mit Männern zusammen, die ihm und seinesgleichen nicht gerade freundlich gegenüberstehen, da es in der Vergangenheit oft zu blutigen Zusammenstößen gekommen ist.

Somit ist für Jacob sein Hengst Chico nicht nur ein unverzichtbarer Partner bei der harten Arbeit sondern auch sein einziger Verbündeter. In Gegenwart seines Pferdes fühlt er sich deutlich wohler als bei den meisten Menschen und auch seine schrecklichen Alpträume kann er schon als Kind nur im Stall verscheuchen. Kein Wunder also dass er schon so manche Nacht auf dem Pferderücken verbracht hat. Erst als er erfährt, dass alles, was man ihm über seine Vergangenheit beigebracht hat, gelogen war, verlässt er sein Zuhause und macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln.

Dort lernt er die Lakotafrau Blauer Mond kennen, die neben der engen Verbindung zu ihrem Pferd auch Jacobs Schicksal teilt und ohne ihre Eltern aufgewachsen ist. Jacob taucht immer tiefer in die Kultur dieses Reitervolkes ein und findet endlich seinen Frieden. Doch die Lakota und ihre Lebensweise stehen unter starkem Druck. Dort wo einst wilde Pferden, Hirsche, Antilopen, Wölfe, Präriehühner und Millionen von Büffeln lebten, ziehen sich jetzt statt glasklaren Flüssen, Eisenbahnschienen, Telegraphenmasten und Viehzäune durch das Land. Immer mehr Siedler beanspruchen es für sich und werden durch die Armee geschützt. Jacob muss sich entscheiden, ob er bereit ist, dieses Leben zu verteidigen…

Präriewind Band 2

Der zweite Teil mit dem Titel Präriewind: Sein Name ist Wind* handelt von Jacobs Sohn, der auf eine sogenannte Boarding School geschickt werden soll, auf der ihm seine indianischen Wurzeln ausgetrieben werden sollen. Um diesem Schicksal zu entgehen, macht er sich mit seinem Pferd Luna auf den langen Weg zur kanadischen Grenze und es beginnt eine gefährliche Flucht. Den gleichen Weg nehmen drei Cheyenne Jungen, die bereits auf einem dieser Internate waren und alles riskieren, nicht in diese Hölle zurück zu müssen. Denn was die Kinder dort erwartet, ist schlimmer als der Hunger, die Angst und die entsetzliche Kälte, die ihnen auf dem langen Weg nach Kanada stets im Nacken sitzten..

Sehr am Herzen liegt Dorina, in ihren Romanen die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner möglichst realistisch darzustellen. Dafür las sie monatelang entsprechende Bücher und recherchierte die Aktivitäten von Organisationen, die sich mit dem gegenwärtigen Schicksal der indigenen Bevölkerung in den USA beschäftigen. So ist mit Präriewind eine einfühlsame Geschichte entstanden, die dieses Thema der unterschiedlichen Kulturen stets im Blick hält.

Wer sich gerne auch einmal mit ernsten Themen auseinandersetzt und trotzdem schöne und emotionale Geschichten lesen möchte, in der auch die Natur und das Verhältnis zu Tieren (besonders zu Pferden) nicht zu kurz kommt, der findet in den Präriewind-Büchern von Dorina Weßendorf auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit dazu.

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