So nicht! Pony im Kofferraum transportiert
Einem Polizisten des Alsdorfer Bezirksdienstes bot sich Anfang September ein ungewöhnlicher Anblick. Bei einer Verkehrskontrolle stellte er fest, dass eine Autofahrerin ein Pony im Kofferraum ihres Autos transportierte. Das Bild wird der Polizist wohl so schnell nicht vergessen: Die Rückbank in dem pinken Auto war umgeklappt. Darauf war ein Teppich ausgelegt und auf dem Teppich stand ein weißes Pony. Zumindest schien das Pony tiefenentspannt, wahrscheinlich, weil es einen Eimer mit Futter dabei hatte.
Die Autofahrerin allerdings zeigte sich nicht einsichtig, als der Polizist sie auf die Situation ansprach. Ihrer Meinung nach war das Pony doch mit einem Führstrick an einem Metallbügel im Auto angebunden und damit ausreichend gesichert. Die Weiterfahrt wurde ihr trotzdem untersagt und da sie das angebotene Verwarngeld von 35€ nicht zahlen wollte, wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Richtige Ladungssicherung
In diesem Zusammenhang möchte die Polizei Aachen noch einmal auf das Thema Ladungssicherung aufmerksam machen, denn Crashtests des ADAC im Jahr 2024 haben gezeigt, dass ungesicherte oder falsch gesicherte Gegenstände bei einem Frontalaufprall bei 50 km/h das 50-fache ihres Eigengewichts entwickeln können.
Wenn man wie im obigen Fall annimmt, dass das Pony 150 kg wiegt, die Autofahrerin mit 50 km/h fährt und es zum Crash kommt, dann würde das Pony plötzlich bis zu 7,5 Tonnen wiegen und ruckartig gegen den Fahrersitz geschleudert werden. Sehr wahrscheinlich würde der Führstrick dieses Gewicht nicht aushalten und so würde Lebensgefahr für das Pony, die Autofahrerin und andere Verkehrsteilnehmende entstehen. Auch wenn Ponys klein sind: Sie gehören nicht in den Kofferraum, sondern in einen Pferdetransporter!
Verwendete Quellen: Pressemitteilung Polizei Aachen, übermittelt durch news aktuell
