Bremsenfallen sind nicht überall erlaubt

So schön der Sommer auch immer wieder ist, eines stört viele Pferdefreunde und auch ihre Vierbeiner daran. Das Auftreten von zahlreichen Insekten ist nicht nur lästig, sondern kann manchmal auch ziemlich schmerzhaft sein. Vor allen Bremsen haben hier keinen allzu guten Ruf. Sie umschwirren Ross und Reiter unerlässlich und die weiblichen Exemplare hinterlassen zudem auch noch juckende Stiche.

Pferd mit Fliegen im Gesicht
Insekten können ganz schön nerven (Foto: JackieLou DL / Pixabay)

So mancher Pferdehalter versucht dann mit sogenannten Bremsenfallen den Insekten Einhalt zu gebieten, doch hier ist Vorsicht geboten. Nach einem Erlass des nordrheinwestfälischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz aus dem letzten Jahr unterliegt der Einsatz solcher Bremsenfallen neuen Richtlinien. Der Grund sind wissentschaftliche Untersuchungen, wo bei einem Feldversuch über 21 Wochen mit sechs Fallen nicht nur Pferdebremsen eingefangen wurden.

Vielmehr fanden die Wissenschaftler 53.438 andere flugfähige Insekten, darunter einige besonders geschützte Arten wie z.B. Schmetterlinge oder Wildbienen. Aufgrund dieser Ergebnisse hat das Landesministerium erlassen, dass Bremsenfallen nicht in Nationalparks, Fauna-Flora-Habitat- und Naturschutzgebieten sowie in gesetzlich geschützten Biotopen aufgestellt werden dürfen. Außerhalb dieser Gebiete dürfen Bremsenfallen nur in der Flugzeit der Bremsen vom 1. Juni bis zum 15. September eingesetzt werden.

Bremsenfalle
Ihr Einsatz ist umstritten: Bremsenfalle (Foto: NikD51 / Bigstock)

Bei Zuwiderhandlungen kann es ganz schön teuer werden, denn es drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Zudem ist der tatsächliche Nutzen von Bremsenfallen gar nicht nachgewiesen. Daher sollte sich jeder Pferdebesitzer gut überlegen, solche Fallen einzusetzen. Susan Mende vom Umweltamt des Kreises Paderborn empfiehlt vielmehr, auf andere Maßnahmen wie die Nutzung von Fliegendecken oder Ausreitdecken aus Netzstoff und High-Tech-Stoffen oder aber natürliche Duftöle zurückzugreifen. Wie schützt Du Dich und Dein Pferd vor den Plagegeistern?

Verwendete Quellen: Pressemitteilung Umweltamt Kreis Paderborn

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