Ordnung und Sauberkeit im Pferdestall

Wie heißt es so schön: „Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen“. Wobei Ordnung und Sauberkeit einem das Leben doch erheblich erleichtern können. Das trifft nicht nur für uns Menschen zu, sondern auch unsere Pferde profitieren davon. Wenn sich im Stall z.B. der Mist türmt, dann ist dies für deren Gesundheit sicher nicht förderlich.

Nicht selten können wir Pferdehalter:innen beobachten, die zwar großen Wert auf die modebewusste Ausstattung des vierbeinigen Sportpartners legen, die Stallhygiene aber zu wünschen übrig lässt. Während Glitzersteinchen die Schabracken und das Lederzeug zieren, tummelt sich so manches Ungeziefer gleich nebenan. Dabei dürfte doch jedem klar sein, dass verklebte Futterreste im Trog, verschmutzte Tränken oder Mistreste in den Boxen ideale Nährböden sind. Hygiene im Stall ist daher wichtig, um erst gar keine gesundheitlichen Gefahren für unser Pferd aufkommen zu lassen.

Pferd im Stall
Stallhygiene dient auch der Pferdegesundheit (Foto: TheOtherKev / Pixabay)

Wann am besten?

Ein idealer Zeitpunkt zur Stallinspektion ist zwar das Frühjahr im Zuge des Frühjahrsputzes, aber natürlich kann man jederzeit damit starten – unabhängig von der Jahreszeit. Wenn man in einer Stallgemeinschaft beheimatet ist, macht es natürlich mehr Spaß, gemeinsam Spinnweben und Vogelkot zu entfernen, Mäusenester auszuheben oder Tränken und Tröge zu schrubben, als wenn jeder nur die Box seines Pferdes bis in die Ecken säubert.

Zur Vorbeugung macht es auf jeden Fall Sinn, mögliche Futtervorräte in dicht verschlossenen Boxen oder Tonnen aufzubewahren. Gleiches gilt auch für Futter, Möhren oder Leckerwürfel in den Spinden. So wird Mäusen und Ratten bereits zu einem großen Teil die Nahrungsgrundlage entzogen. Weiterhin gehört zur Hygiene auch, am Ende des Winters die Stalldecken zu reinigen, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Die Pferde werden es uns danken.

Nicht nur der Stall

Wenn der Putzeimer einmal geschwungen wird, dann ist es ebenfalls sinnvoll, das Putzzeug der Pferde auszukämmen und zu waschen. Selbst im Putzkasten entsteht häufig über den Winter ein Bodensatz an Futterresten, Bröseln von Leckerwürfeln im Gemisch mit Pferdehaaren und Staub – nicht gerade appetitlich. Wer daher konsequent solche und andere Nährböden beseitigt, kann vor Krankheiten, Parasiten und Schädlingen zumindest sicherer sein.

Pferdestall
Auch Zubehör will regelmäßig gereinigt werden (Foto: christels / Pixabay)

Wo Pferde zuhause sind, sind Hunde meist nicht weit. Natürlich gehören diese nicht in die Boxen gesperrt, wo sie eventuell ihr Geschäft verrichten. Vom Kot können schließlich Würmer auf die Pferde übertragen werden. Da wir gerade bei Würmern sind: Nach der Gabe von Wurmkuren sollte die Box selbstverständlich komplett geräumt werden, aber auch sonst ist das tägliche Misten und Abäppeln ein wichtiger Hygienefaktor – für Atmung und Hufe unserer Pferde sowie deren Wurmbelastung.

Vorsichtsmaßnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung chemischer Reinigungs- und besonders Desinfektionsmittel: Atemschutz, Schutzkleidung und -brille sind hier ein Muss. Kinder, Tiere und ungeschützte Personen sollten sich dann nicht im Stall aufhalten. Besser ist es aber, auf giftige Chemie zu verzichten und lieber auf umweltfreundliche Mittel wie z.B. effektive Mikroorganismen auszuweichen. Nichts desto trotz – wenn der Stall endlich blitzsauber ist, macht es doppelt Spaß, sich und sein Pferd ins schicke Outfit zu werfen und loszureiten…

Verwendete Quellen: Friederike Heidenhof, aid

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