Blutegelbehandlung bei Hufrehe

Viele Pferdebesitzer sind in der heutigen Zeit mit der Stoffwechselerkrankung Equines Metabolisches Syndrom, kurz EMS genannt, konfrontiert. Eine häufige Ursache dabei sind eine sehr gute und hochwertige Ernährung bei zu wenig Bewegung. Sogar schon der Genuss von zu viel Heu und Stroh kann bei bestimmten Pferderassen zu Verfettung führen. Besonders gefährdet sind dabei Ponys, Kleinpferde oder schwere Kaltblutrassen, aber selbst Vollblutpferde können bei entsprechendem Nahrungsüberschuss und Bewegungsmangel zu dick werden.

Pferdefütterung
Auf die Ernährung achten (Foto: Pixabay)

Daraus können sich eine Reihe von Symptomen ergeben, die unter dem Begriff Metabolisches Syndrom zusammengefasst werden. Neben einer Überbelastung des gesamten Bewegungsapparates durch das Übergewicht kommen weitere Erkrankungen hinzu, wie z.B. die chronische Hufrehe. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die Hufrehe durch ein Überangebot an rasch fermentierbaren Energielieferanten wie Fruktanen, Stärke u.a. ausgelöst. Als Folge kann es zu einer Lockerung des Aufhängeapparats des Hufbeins, einer Veränderung der weißen Linie, systematischer Rotation oder Absenkung der Hufbeinspitze bis hin zum Sohlendurchbruch kommen, welches dem Pferd starke Schmerzen verursacht.

Weiterhin kommt es zu einer sehr starken Vermehrung milchsäureproduzierender Mikrorganismen wie Streptokokken und Lactobazillen im Dickdarm. Das Verhältnis der flüchtigen Fettsäuren im Darm verändert sich und der pH-Wert sinkt, was zu einer Übersäuerung des Dickdarms führt. Die Schleimhaut im Dickdarm kann flüchtige Fettsäuren von Natur aus nur bis zu einem bestimmten Grad aufnehmen. So kommt es zu einem Teufelskreis. Fettsäuren, die nicht aufgenommen werden können, tragen weiterhin zu einer Verschiebung des pH-Wertes ins saure Milieu bei.

Dies hat wiederum eine Schädigung der Darmschleimhaut zur Folge und führt damit wieder zu einer verringerten Aufnahme an flüchtigen Fettsäuren. Zusätzlich führt der Abfall des pH-Wertes zu einem Massensterben der Cellulose-spaltenden Bakterien. Dabei werden Gifte freigesetzt, die durch die vorgeschädigte Darmschleimhaut rasch in den Blutkreislauf gelangen. Einige dieser Gifte wirken offensichtlich gefässverengend und können die Hufrehe auslösen.

Blutegel
Blutegel können in vielen Situationen helfen (Foto: EllWi / Pixabay)

Hufrehe ist äußert schmerzhaft für das Pferd. Durch eine Blutegelbehandlung kann der Schmerz aber sehr schnell deutlich reduziert werden, da der Speichel des Blutegels schmerzlindernde, antibiotische und gefäßerweiternde Substanzen enthält. Durch die Blutegelbehandlung kann das Blut wieder besser durch die Gefäße fließen und der Huf wird wieder vollumfänglich versorgt. Eine Rotation oder ein Absenken des Hufbeins kann dadurch wirkungsvoll vermieden werden.

Mit einer zusätzlichen Gabe von Weidenrinde kann die Behandlung weiterführend unterstützt werden. Ferner können Kräuter die Insulinrezeptoren freisetzen und Zucker kann wieder im Körper verarbeitet werden. Es ist hier äußerst wichtig, dass das Pferd sich so schnell wie möglich wieder bewegen kann, denn auch bei der Bewegung wird Glucose abgebaut.

Weiter ausführliche Informationen zur Blutegelbehandlung bietet Tierheilpraktikerin Sandra Hennig, die sich auf die Behandlung von Pferden spezialisiert hat und die Therapiearten Blutegeltherapie, Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie und Bioresonanz bei Pferden anwendet.

Verwendete Quellen: Pressemeldung Tierheilpraktikerin Sandra Hennig

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