Alternativer Hufschutz für unsere Pferde

Hufeisen kennt wohl jeder – egal ob er jemals etwas mit Pferden zu tun hatte oder nicht. Ein Grossteil der Pferde ist heute leider beschlagen und häufig wird das Hufeisen sogar als Glückssymbol angesehen oder zur Dekoration eingesetzt. Ursprünglich wurde es aber entwickelt, um der übermäßigen Abnutzung des Horns auf rauen Untergründen entgegen zu wirken. Früher standen die Pferde halt nicht einen großen Teil des Tages im Stall, sondern waren in erster Linie Arbeitstiere. Sie zogen Kutschen, halfen beim Ausliefern von Waren oder wurden auf dem Feld eingesetzt. Das war manchmal natürlich sehr schwere Arbeit, bot dafür aber auch viel Abwechslung.

Kommen wir aber zurück zum Hufeisen. Auf den steinigen Wegen und Straßen hat sich das Horn der Pferde natürlich schnell und stark abgerieben. Um dem entgegen zu wirken und die Tiere langfristig bei der Arbeit nutzen zu können, hat man damals Hufeisen entwickelt. In der einfachsten Form war dies einfach ein Metallstab der in die richtige Form gebracht und mit Nägeln am Huf befestigt wurde. Heutzutage wird wohl kaum ein Hufschmied noch ein Eisen selber herstellen. Die gibt es im Großhandel in verschiedenen Größen und Ausführungen zu kaufen.

Heißes Hufeisen
Hufbeschlag (Foto: Pixabay)

Wie alles zwei Seiten hat, so haben Hufeisen nicht nur Vorteile, sondern auch negative Auswirkungen. Selbst jedem Laien dürfte einleuchten, dass es nicht gut sein kann, Nägel durch das Horn zu schlagen. Das Horn wird dadurch geschwächt und an den Ein- und Austrittsstellen können Bakterien, Viren usw. eindringen. Wenn dann die Eisen aus gesundheitlichen oder anderen Gründen auf Barhuf umgestellt werden soll und die Eisen abgenommen werden, kann das Ganze dann richtig problematisch werden. Oftmals passiert es dabei, dass durch die Schwächung des Horns Teile dessen herausbrechen.

Ein weiterer negativer Aspekt bei den Hufeisen ist der Zwang in eine bestimmte Form. Jeder, der schon mal ein Hufeisen in der Hand hatte, wird die starre Form bestätigen können. Dies bedeutet aber auch, dass der Huf seiner natürlich Bewegung nicht mehr folgen kann. Bei einem Pferd ohne Hufeisen wird der Huf durch das Gewicht, das auf dem Huf lastet, beim Aufsetzen normalerweise etwas breiter und beim Anheben des Hufes wieder etwas schmaler. Bewegung ist ja grundsätzlich gut, und in diesem Falle sogar besonders. Denn durch diese pumpende Bewegung wird der Blutkreislauf des Pferdes unterstützt.

Die beste Alternative ist eigentlich der natürliche Barhuf, so wie es auch seit Jahrtausenden in der Wildnis der Fall ist. Aber nicht immer läßt sich das verwirklichen, weil sich die Hufe eines Pferdes z.B. zu schnell abnutzen. Welche anderen Möglichkeiten als Hufeisen gibt es dann? Inzwischen wurden hier eine Reihe von Alternativen entwickelt, die dann zum Einsatz kommen können, wenn ein Hufschutz auch wirklich gebraucht wird. Dies können sowohl ein nicht-permanenter Hufschutz sein, der mit einer patentierten Kletttechnik am Huf befestigt wird oder auch Hufschuhe*, die es von unterschiedlichen Herstellern gibt.

Hufschuhe (Foto: Reitsport Gabor, Wilfried Gabor)

Bei Letzteren handelt es sich um mehr oder weniger durchdachte Schuhe, die man dem Pferd anziehen kann. Prinzipiell wird zwischen Hartschalenschuhen und Softboots unterschieden. Hartschalenschuhe bieten durch das harte Plastikmaterial viele Vorteile. Zum einen sind die Haltbarkeit und zum anderen das Handling zu nennen. Besonders das Reinigen ist hier sehr einfach. Selbst im tiefsten Winter kann man die Hufschuhe unter fließendem Wasser reinigen, ohne das diese Feuchtigkeit ziehen. Ein weiterer Vorteil ist der modulare Aufbau. Ist ein Teil defekt, kann man es in der Regel einfach austauschen. Das bietet natürlich auch finanzielle Vorteile.

Sogenannte Softboots scheinen bei vielen Kunden ebenfalls beliebt zu sein. Sie sind leicht, flexibel, weich und passen sich fast allen Hufformen an. Die stoßdämpfende, flexibele Sohle unterstützt das natürliche Laufverhalten des Pferdes und die Biomechanik des Hufes. Allerdings sollte man schon etwas genauer auf die Einsatzmöglichkeiten achten. Auf jeden Fall ist es gut, sich ausführlich durch einen guten Händler beraten zu lassen, egal für welche Form des Hufschutzes man sich letztendlich entscheidet.

Verwendete Quellen: Pressemeldung Reitsport Gabor

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