Sterberate bei Hufrehe

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Selbst trainierte Pferde betroffen

Wie eine  Studie aus Dänemark belegt, gehören inzwischen nicht nur übergewichtige Ponys und wenig bewegte Freizeitpferde zu den potenziellen Rehe-Kandidaten, auch gut trainierte Tiere gelten als gefährdet. Die Wissenschaftler untersuchten hierfür insgesamt 110 Patienten mit tierärztlich festgestellter Hufrehe, von denen 41 an chronischer und 69 akut an Laminitis erkrankt waren. Weitere 80 Tiere einer Kontrollgruppe ohne Hufrehe wurden ebenfalls untersucht.
Pferdehuf
Hufrehe kann gravierende Folgen haben! (Foto: pixybay)

Insgesamt wurden alle Pferde über einen Zeitraum von einem Jahr beobachtet. Das Ziel der von der dänischen Veterinärin Nanna Luthersson und ihren Kollegen durchgeführten Analyse war die Ermittlung der Ursachen für das Auftreten und die Häufigkeit der Laminitis bei erstmalig erkrankten Pferden. Ebenso die Beobachtung des Krankheitsverlaufs auch bei den chronischen Fällen über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg gehörte dazu. Dabei lieferte die Studie einige interessante Ergebnisse:

Zwischen dem Geschlecht des Tieres und einer Entstehung der Hufrehe konnten die Wissenschaftler keinen nachweisbaren Zusammenhang feststellen. Es bestätigte sich aber die Bedeutung der Weidegrasqualität und der Einfluss der Rasse auf die Krankheitshäufigkeit in Bezug auf Hufrehe. Das Risiko einer solchen Erkrankung mit Todesfolge war vor allem für Pferde im mittleren oder moderaten Training höher als bei nicht in Arbeit stehenden Artgenossen.

Ponys
Auch die Rasse spielt eine Rolle bei der Hufreheanfälligkeit (Foto: pixabay)

Zu den Risikofaktoren gehören die Aufnahme von hochkalorischen, energiereichen Leistungsgräsern und die Zugehörigkeit zu einer im Kaltbluttyp stehenden Pferderasse mit einem Stockmaß von weniger als 149 Zentimetern. Dazu gehören z. B. Shetland-, Fell-, Welsh- oder Dartmoor-Ponys. Andere Faktoren wie das Gewicht des Tieres und die geschätzte Menge an aufgenommener Stärke konnten nicht mit dem Auftreten der Krankheit in Verbindung gebracht werden. Darüber hinaus lieferte die Auswertung der Daten über den Verlauf der Erkrankung ein besonders erschütterndes Resultat:

Innerhalb des zwölfmonatigen Untersuchungszeitraumes nach der Diagnose wurden 33 Prozent der Hufrehe-Patienten in Folge ihrer Laminitis-Erkrankung eingeschläfert. In der Kontrollgruppe waren es im Vergleich nur 7,5 Prozent, die aus anderen Gründen eingeschläfert wurden. Dies legt nach Aussage der Wissenschaftler die Vermutung nahe, dass die Besitzer der trainierten Pferde sich weniger tolerant gegenüber der Krankheitssituation zeigten. Es bestehe weniger Bereitschaft, die erkrankten Tiere zu therapieren bzw. am Leben zu erhalten. Den Originalbericht zur Studie gibt es hier. Weitere Informationen zum Thema Hufrehe bietet das Buch Diagnose Hufrehe: Erste Hilfe und Therapie - Risikofaktoren - Hufanatomie - Sanierung von Rehehufen* von Konstanze Rasch.

Quelle: Anke Klabunde, aid.de


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