Pferde behandeln mit Kokosöl

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Bei Zeckenbiss und Sommerekzem

Sommerzeit ist Zeckenzeit - dann lauern die lästigen Blutsauger wieder in Feld, Wald und Wiese. Die kleinen Spinnentiere können Krankheiten wie Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen. Auch wenn der Sommer als Hochsaison für Zecken gilt, die Gefahr eines Befalls besteht im Grunde fast das ganze Jahr über - mindestens jedoch von März bis November. Denn die Plagegeister sind ausgesprochen robust und können auch tiefe Temperaturen problemlos überstehen. Bereits ab ca. 10 Grad Celsius werden sie aktiv.

Bei einem Biss der Zecke können Krankheitserreger übertragen werden - und genauso wie beim Menschen besteht auch für Pferde das Risiko, an Borreliose zu erkranken. Statistiken belegen, dass in Deutschland jede dritte Zecke Träger dieser Infektionskrankheit ist. Allerdings führt nicht jeder Biss auch zu einer Erkrankung. Denn die Bakterien im Speichel der Zecke benötigen zwischen zwei und 12 Stunden, um dem Wirt gefährlich zu werden. Gründliches Absuchen des Vierbeiners nach dem Weideaufenthalt oder Ausritt zählt daher bereits zu den wichtigen Vorsichtsmaßnahmen.

Eine weitere ist die Verwendung von natürlichen Zeckenschutzmitteln, wie beispielsweise Kokosöl. Ein hoher Laurinsäuregehalt, eine mittelkettige Fettsäure mit leichtverdaulicher Wirkung, ist dabei für die schützende Wirkung verantwortlich. Labortests der Freien Universität Berlin haben gezeigt, dass sich Zecken bereits von einer Lösung mit nur 10 Prozent Laurinsäure abschrecken lassen. Dabei ist die Anwendung denkbar einfach, denn das Kokosöl eignet sich als Futterzusatz und als Hautpflegemittel.

Durch die regelmäßige Zufütterung von Kokosöl verbessert sich die Darmflora und damit auch die Futterverwertung. Mit seinem hohen Anteil an essenziellen Aminosäuren ist Kokosöl im Futter eine wichtige, zusätzliche Proteinquelle. Darüber hinaus enthält Kokosfett viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Darmparasiten, wie beispielsweise Bandwürmern, wird das Leben erschwert. Die äußerliche Anwendung schützt Tiere vor Ektoparasiten, wie beispielsweise Stechmücken, Bremsen, Grasmilben, Flöhen und Läusen. Auch bei Pilzbefall hilft das antifungizid wirkende Naturprodukt.

Das durch die weit verbreitete Kriebelmücke ausgelöste Sommerekzem mit quälendem Juckreiz und die damit häufig einhergehenden Entzündungen, Verletzungen und Scheuerstellen heilen überraschend schnell ab, wenn sie regelmäßig mit Kokosöl behandelt werden. Das Einmassieren bereits kleiner Mengen Kokosöl an den Ohren und im Kopfbereich hält die lästigen Fluginsekten auf Distanz. Kokosöl haftet länger am Fell als handelsübliche Fliegen- und Bremsensprays - ein echter Mehrwert nicht nur beim Weidegang, sondern auch bei Ausritten.

Quelle: "Anke Klabunde, www.aid.de"



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