Pferd und Reiter im Straßenverkehr

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Vekehrsregeln

Mit deinem Pferd bist du sicherlich nicht nur in der freien Natur unerwegs, sondern bewegst dich auch im öffentlichen Straßenverkehr. Hier musst du natürlich auch die geltenden Verkehrsregeln beachten. Grundlage dafür ist der Paragraph 28, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO), nach der Reiter und auch Pferde als führende Personen allen übrigen Verkehrsteilnehmern gleichzusetzen sind. Da es aber keinen Führerschein für Reiter gibt, sieht der Gesetzgeber vor, dass Pferde nur von geeigneten Personen im öffentlichen Verkehr geritten oder begleitet werden dürfen. Dazu sind sowohl reiterliche Kenntnisse als auch körperliche Fähigkeiten zum Führen der Vierbeiner erforderlich.
Warnschild PferdWenn du mit deinem Pferd auf der Fahrbahn unterwegs bist, musst du dich auf der äußersten rechten Seite bewegen. Ist neben der rechten Begrenzungslinie noch ausreichend Platz vorhanden, dann solltest du vorzugsweise diesen Bereich nutzen. Auch wenn es dir vielleicht sicherer erscheint, ist Reitern und Pferden das Benutzen von Fuß- und Radwegen nach der aktuellen Gesetzeslage nicht gestattet. Wenn du abbiegen möchtest, musst du das rechtzeitig z.B. durch Handzeichen anzeigen. Wenn ihr in der Gruppe unterwegs seid, gelten dabei besondere Regeln: Sind mehrere Reiter unterwegs, werden diese als geschlossener Verband und damit als ein Verkehrsteilnehmer angesehen. Maximal 12 Teilnehmer dürfen einen Verband bilden, der jedoch eine Gesamtlänge von 25 Metern nicht überschreiten sollte. Nur in einer solchen Abteilung dürfen die Reiter zu zweit nebeneinander reiten.

Warndecke PferdBeim Reiten oder Führen in der Dämmerung oder bei Dunkelheit ist für Mensch und Tier eine ausreichende Beleuchtung vorgeschrieben. Für dich als Einzelreiter ist mindestens eine weiße, nicht blendende und nach vorne sowie nach hinten gerichtete Lichtquelle gesetzlich vorgeschrieben. Sogenannte Stiefellampen oder Steigbügelleuchten sind ebenfalls zulässig, wobei eine beidseitige Beleuchtung natürlich vorteilhafter ist. Seid ihr mit mehreren Reitern in einer Gruppe unterwegs, muss zusätzlich ein rotes Licht am Ende des Verbandes mitgeführt werden. Allerdings ist so die Silhouette eines Pferdes bzw. eines Reiter-Pferd-Paares für den nahenden Autofahrer häufig nur schwer oder oft nicht rechtzeitig zu erkennen. Das wird besonders deutlich. wenn ein Richtungswechsel erforderlich wid. Beim Überqueren der Fahrbahn ist diese Ausstattung im Grunde nicht ausreichend.

Wenn auch nicht zwingend vorgeschrieben, sind deshalb spezielle Reflektoren für das Pferd wie beispielsweise fluorisierende Gamaschen oder Leucht-Decken und reflektierende Kleidung in Form von Leuchtwesten sowie Kopflampen für den Reiter auf jeden Fall empfehlenswert. Vor allem im Bereich des Schweifs, der Seiten und des Brustbereichs sollte das Pferd zusätzlich großzügig mit speziellen Reflektoren ausgestattet werden. Blinkende Lichter oder Katzenaugen tragen ebenfalls zur Sichtbarkeit und damit zum Schutz bei.Letztendlich stehst aber vor allem du als Pferdebesitzer in der Pflicht, die Verkehrssicherheit deines Vierbeiners schon frühzeitig zu trainieren. Auch wenn Pferde in der Dämmerung deutlich besser sehen als der Mensch, so können sie sich doch schnell vor herannahenden Autolichtern erschrecken.

Quelle: "Anke Klabunde, www.aid.de"



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