Mit Pferden entspannt kommunizieren

Veröffentlicht in Urlaub mit Pferd, Verschiedenes

Horsemanship-Bodenarbeit

Pferde sind kraftvolle, faszinierende Tiere, die für den Menschen Freiheit symbolisieren. Seit über 6.000 Jahren arbeiten Menschen und Pferde zusammen und haben somit eine lange gemeinsame Geschichte. Wenn Pferde mit Menschen zusammen arbeiten, ist dies ein wunderbares Gefühl. Häufig sehe typische Reitszenen aber anders aus. Da wird mit viel Druck oder sogar mit Dauerdruck gearbeitet und das Feingefühl der Pferde wird missachtet.
Die Horsemanship-Bodenarbeit ist eine Methode, die ein feine Kommunikation ermöglicht und fördert. Diese Arbeit ist eine gute Grundlage für jede Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Es ist sowohl für Reitanfänger als auch für Nichtreiter geeignet. Hier können Pferd und Mensch ihre persönliche Beziehung auf sanfte Art klären.

HorsemanshipVor der Klärung der Beziehung ist die Arbeit in der Beobachtungszone Pflicht. Lernziel in der Beobachtungszone ist der Respekt. Sehen und Gesehen werden ist die Devise. Es ist sehr hilfreich, wenn Menschen lernen, die Zeichen der Pferde zu lesen. In der Beobachtungshzone zeigt sich für das Pferd, ob der Mensch als gleichwürdiger Partner (Herdentier) oder als Verfolger (Raubtier) kommt. Was der Mensch in der Distanz (80 bis 200 m) an Respekt gibt, kann er in der Nähe als Vertrauen ernten. Für diese Arbeit wird viel Platz gebraucht. Eine Weide von 4 bis 10 ha ist dafür perfekt. Im Idealfall kann man in einer langjährig gewachsenen Herde arbeiten. Dies kann als Horsemanship-Herdenarbeit bezeichnet werden.

Auf der Bio Ranch Zempow bietet Dr. Wilhelm Schäkel ein Tagesseminar "Pferdeflüstern" an, in dem Theorie, Horsemanship-Herdenarbeit und Horsemanship-Bodenarbeit integriert sind. Wichtiger Teil der Bodenarbeit ist die Arbeit im Round Pen. Ohne Longe trainieren die Seminar-Teilnehmer ihre Körpersprache in der Beziehungszone. Hier zeigt sich, wo die Talente der Teilnehmer liegen und wo noch Lernbedarf ist. Lernziel ist das Aufbau von Vertrauen. Wenn das Pferd dann weich und freiwillige an der Schulter der Teilnehmer folgt, spürt es die vertrauensvolle Energie der Leitstute. Das ist eine sehr schöne Erfahrung. Der leichte Blick zurück mit einem Hauch von Misstrauen (bist du noch da?) und schon reisst die feine Verbindung und das Pferd bleibt stehen. Die Teilnehmer spüren, wie fein Vertrauen ist und wie schnell es wieder verloren ist.

Nach einer Reflektion der Arbeit im Round Pen geht es weiter mit der Bodenarbeit auf dem Reitplatz. Die Pferde werden dabei mit dem Führstrick gearbeitet. Weichheit und Feinheit der Impulse stehen im Vordergrund. "Ein Gefühl folgt einem Gefühl!" sagt der berühmte Horseman Ray Hunt. Der Klassiker: Think Harmonie with Horses von Ray Hut sei jedem an Pferdekommunikation Interessierten wärmstens empfohlen. Wer mag, kann noch eine individuelle Runde über das weitläufige Hofgelände machen. Auch hier darf eine Auswertungsrunde nicht fehlen. Am Ende steht ein gutes Gefühl für Mensch und Pferd.

Quelle: "Friederike Heidenhof, www.aid.de"



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