Görlitz: Tod eines Kutschpferdes

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PETA fordert Verbot kommerzieller Pferdekutschen

Am Donnerstagvormittag brach in der Görlitzer Innenstadt ein vor eine Touristenkutsche gespanntes Pferd tot zusammen. Nun wendet sich die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an Oberbürgermeister Siegfried Deinege mit der Forderung nach einem Verbot von kommerziellen Pferdekutschen in der Görlitzer Innenstadt. Immer wieder werden vor Fuhrwerke gespannte Huftiere bis zum Zusammenbruch genutzt.
In Berlin (2008) und München (2013) starben ebenfalls Pferde vor Touristenkutschen. Insbesondere für den Fremdenverkehr müssen die Tiere unter oftmals extremen Wetterbedingungen ein schweres Gewicht ziehen. Das Laufen auf hartem Boden verursacht schmerzhafte Beinprobleme und Scheuklappen behindern ihre Sicht. Im gefährlichen Stadtverkehr inhalieren die Herdentiere den ganzen Tag Abgase und Rauch. Städte wie New York, London und Paris haben den Einsatz von Pferdekutschen bereits untersagt.

„Immer wieder brechen Pferde vor Touristenkutschen erschöpft oder tot zusammen. Die Politik muss diese Tierquälerei endlich beenden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Den vor Fuhrwerken gespannten Tieren wird jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Dazu kommt die Gefährdung der Insassen, wenn die sensiblen Fluchttiere mitten in der Stadt als Besucherattraktion missbraucht werden.“

PETA veröffentlichte Anfang 2015 das vierte Jahr in Folge einen neuen Pferdekutschen-Unfallrekord und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 60 Vorfällen wurden 2014 insgesamt 88 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt. In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt. In Münster werden mit dem elektrisch betriebenen „Prinzipal-Express“ pferdelose Kutschfahrten angeboten.

Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen viel Auslauf, gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

Quelle: "PETA Deutschland e.V."



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