Gesetzesentwurf zur Pferdekremierung

Veröffentlicht in Verschiedenes

Einäscherung bald auch in Deutschland möglich

Was für Kleintiere wie Hunde und Katzen schon lange angeboten wird, war bislang in Deutschland für Pferde verboten. Ihre Einäscherung war hier bisher nicht erlaubt. Vielmehr mussten die Tiere nach ihrem Tod der Tierkörperverwertungsanstalt zugeführt werden oder landeten beim Schlachter. Zur Trauer über das verstorbene Tier kam so das ungute Gefühl, nicht genau zu wissen, was mit seinen Überresten passiert.

Pferdefreunde haben schon lange kritisiert, dass dies kein würdiges Ende für ein Tier ist, dass dem Menschen genauso nahe steht wie Hund oder Katze. Wie nun aber schon mehrfach in der Presse berichet, könnte sich dies bald ändern. Zumindest hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der es ermöglichen soll, Pferde nach ihrem Tod einäschern zu lassen. Somit wäre endlich auch in Deutschland der würdevolle Abschied von einem geliebten Pferd möglich.

Abschied vom Pferd
Irgendwann müssen wir Abschied nehmen (Foto: pixabay)

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt äußerte dazu: "Mit diesem Gesetzentwurf kommen wir dem Wunsch vieler Pferdehalter nach." Damit würde Deutschland seinen Nachbarstaaten wie etwa den Niederlanden, Dänemark oder Frankreich folgen, wo die Einäscherung von Pferden seit Jahren legal ist. Eine Sprecherin des Umweltministeriums NRW fügte allerdings hinzu, dass Pferde in Deutschland auch weiterhin nicht einfach vergraben werden dürften.

Einäscherungen von Ponys und Pferden inklusive des würdigen Transports sind allerdings nicht ganz preiswert. Je nach Größe und Gewicht des Tieres sowie der Entfernung zum nächsten Krematorium liegen die Kosten zwischen 1500 und 3000 Euro. Außerdem gibt es in Deutschland derzeit nur wenige Unternehmen, die für eine würdevolle Pferdekremierung sorgen können. Schließlich muss auch die technische Voraussetzung gegeben sein, um ein verstorbenes Tier würdevoll zu bergen.

Hinzu kommt, dass viele Krematorien nicht über Verbrennungskammern in angemessener Größe verfügen. Somit ist dort eine Einäscherung des Tieres im Ganzen nicht möglich und das verstorbene Pferd müsste vorab zerteilt werden. Daher ist es wichtig, einen erfahrenen Tier- und Pferdebestatter an seiner Seite zu haben, der die Abholung des verstorbenen Tieres organisiert und sich um alle Belange rund um die individuelle Feuerbestattung kümmert. Eine Übersicht zu entsprechenden Anbietern findest du in unserer Übersicht.



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