10-jähriges Jubiläum von Xenophon e.V.

Veröffentlicht in Verschiedenes

Anwalt der Pferde und der klassischen Reiterei

Viele kennen die Gesellschaft für Erhalt und Förderung der klassischen Reitkultur - Xenophon e.V., die in diesem Jahr ihren 10.Geburtstag feiert. Reitmeister Klaus Balkenhol, Hippologe Hans-Heinrich Isenbarth, Ausbilderlegende Major a.D. Paul Stecken, Tierarzt Dr. Gerd Heuschmann und andere Persönlichkeiten gründeten 2006 den Verein, um auf zunehmend aggressive und tierquälerische Ausbildungsmethoden aufmerksam zu machen.

Ziel war es, die Grundsätze der klassischen Reiterei auf Basis der Heeres Dienstvorschrift 12 (H.DV.12) sowie der Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zu bewahren, zu pflegen und zu fördern. So sollte der Gedanke eines pferdefreundlichen, den physischen und psychischen Voraussetzungen angepassten und schonenden Umgang mit dem Pferd wieder verstärkt in der Reiterei verankert werden.

Xenophon ist dabei!

Xenophon ist es über die Zeit gelungen, eine öffentliche Sensibilität für aggressives Reiten zu schaffen und gleichzeitig Aufklärungsarbeit zur klassischen Reitweise zu leisten. So setzt der Verein auf Seminare und Vorträge, in denen die Ansätze und Erkenntnisse der klassischen Ausbildung sowie die psychischen und physischen Zusammenhänge in der Pferdeausbildung vermittelt werden. Umgesetzt werden die Veranstaltungen gemeinsam durch die Xenophon-Regionalvertreter, die bundesweit als Ansprechpartner vor Ort agieren, und renommierten Trainern und Experten.

Xenophon e.V.
Foto: Xenophon e.V.

Darüber hinaus tritt Xenophon als „Anwalt der Pferde und der klassischen Reiterei“ auch in die kritische Auseinandersetzung mit Entscheidern: Besondere Meilensteine waren dabei die Teilnahme des Vereins am Roundtable der FN zur Erarbeitung des Kriterienkatalogs Abreiten sowie das Mitwirken an der Überarbeitung der Richtlinien für Reiten und Fahren. In beiden Fällen wurden die Werte der klassischen Reitweise berücksichtigt. Aber auch in öffentlichen Stellungnahmen, wie beispielsweise im offenen Brief des damaligen Vereinsvorstands Klaus Balkenhol gegen die Zulassung der Hyperflexion-Methode durch die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI), positionierte sich Xenophon gegen Irrwege in der Reiterei.

„Wir haben in den vergangenen 10 Jahren viel bewegt. Anlässlich der Olympischen Spiele 2012 wähnten wir uns fast am Ziel angekommen. Zuschauer sahen während der Dressurwettkämpfe eine Vielzahl harmonischer Ritte auf klassisch ausgebildeten Pferden“, erklärt Susanne Ridderbusch, 1. Vorsitzende von Xenophon. „Doch drei Jahre später, anlässlich der Dressur-Europameisterschaften in Aachen, war klar: Der Reitsport hat sich wieder in eine falsche Richtung zulasten des Pferdewohles entwickelt. Xenophon wird sich daher auch zukünftig – ganz im Sinne seiner Gründer – für die klassische Reitweise im Sinne der H.DV.12 und der Richtlinien einsetzen“, ergänzt Ridderbusch.

Sonderehrenpreis für zielgerichtetes und pferdegerechtes Abreiten

Um auch dem pferdegerechten Abreiten auf Turnieren eine neue Bedeutung zukommen zu lassen, rief Xenophon im Jahr 2008 den Xenophon Sonderehrenpreis für pferdegerechtes Abreiten ins Leben. Bewusst sollen hiermit Reiter unterschiedlicher Leistungsstufen ausgezeichnet werden, die das Abreiten vor der Prüfung zielgerichtet und im Sinne der klassischen Grundsätze umsetzen. Im Fokus des Preises stehen dabei gerade auch ländlichere Turniere, um auch auf lokaler Ebene das Bewusstsein für die klassische Reiterei weiter zu schärfen.

Für das Geburtstagsjahr hat der Verein ein Jubiläums-Logo erstellt, welches bis Jahresende die Aktivitäten zum Jubiläum zieren wird. Ein eigens produziertes Video mit den wichtigsten Meilensteinen des Vereins sowie ein geplantes Jubiläumstreffen für Mitglieder und Interessierte im kommenden Herbst stellen die Höhepunkte der Feierlichkeiten dar.

Quelle: "Xenophon e.V."


 


Schreibe einen Kommentar:

Du kommentierst als Gast.

Finden

Du suchst etwas Bestimmtes, dann verwende einfach die Suchhilfe:

Suchhilfe