Umfrage zu Arbeitspferden

Veröffentlicht in Pferdezucht

Mehr Aufmerksamkeit für die tierischen Helfer

Umweltschutz ist eines der drängensten Themen in der heutigen Zeit. Der Einsatz von Arbeitspferden in der Landwirtschaft kann daher eine klimafreundlichere und ökologisch sinnvolle Alternative zum Schleppereinsatz darstellen. So wird zum Beispiel die Bodenqualität verbessert, eine höhere biologische Vielfalt bewahrt und der Verbrauch fossiler Ressourcen verringert. Dennoch wird das Potenzial von Arbeitspferden in Gesellschaft und Politik, im Agrarsektor und in der Pferdezucht immer noch weitestgehend unterschätzt.

Rückepferde
Rückepferde im Einsatz (Foto: Christian Körtke / Pixabay)

Mit Hilfe einer anonymen Online-Umfrage im Rahmen ihrer Bachelorarbeit für das Studium der ökologischen Agrarwissenschaften in Witzenhausen (Hessen) versucht Anna Neubauer nun, einen besseren Überblick über die derzeitige Situation von Arbeitspferden in Deutschland zu bekommen. Damit will sie dazu beitragen, dass den Pferden (wieder) mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und z.B. umfangreichere Zuchtprogramme und Finanzierungshilfen für entsprechende Pferderassen beantragt werden können.

Schließlich können Arbeitspferde nicht nur zum Umweltschutz beitragen, sondern als täglicher Arbeitspartner kann das Pferd eine erfreuende qualitative Steigerung des Arbeitsalltages von pferdebegeisterten Menschen sein und auch für die Pferde selbst ist die tierwohlgerechte Zuganspannung eine gesunderhaltende und auslastende Einsatzmöglichkeit. Des Weiteren werden die unter ihnen selten gewordenen Pferderassen (z.B. Schleswiger Kaltblut, Schwarzwälder Kaltblut, Rottaler Warmblut) durch die Nutzung in ihrem ursprünglichen Einsatzgebiet wieder mehr gefördert.

Kaltblüter
Kaltblüter (Foto: Hans Benn)

Die Umfrage richtet sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe oder Personen, die Zugpferde in der Landwirtschaft einsetzen oder mit ihen zu tun haben. Da die Zahl derjenigen, die Pferde landwirtschaftlich in Deutschland einsetzen, nicht besonders hoch ist, zählt jeder abgeschickte Fragebogen, um eine möglichst repräsentative Datengrundlage zu erhalten! Der Fragebogen ist unter folgendem Link bis zum 4. Januar 2021 hier verfügbar.


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