Risikofaktor Weidetorgriffe

Die Zugfeder ist das Problem

Weidetorgriffe sind zum Einzäunen von Pferdeweiden unentbehrlich, denn sie gewährleisten durch ihre Isolierung das sichere Öffnen des Tores bei einem elektrischen Weidezaun, ohne das du einen Stromschlag bekommst. Allerdings gibt es hier eine Vielzahl verschiedener Modelle und Ausführungen, die wegen ihrer Zugfeder nicht alle ungefährlich sind.

Griffe mit Zugfedern erleichtern dir zunächst einmal das Öffnen und Schließen der Toranlage. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie mit großen Ösen oder Haken versehen sind und ob sie aus nichtrostendem Edelstahl oder verzinktem Stahl bestehen. Edelstahlausführungen sind natürlich langlebiger, weil sie nicht rosten können, dafür sind sie aber auch teurer.

TorgriffBei modernen Weidetorgriffen sind die Zugfedern fast immer innenliegend im Kunststoffgriff integriert. Modelle älterer Bauart oder preiswertere Ausführungen weisen jedoch häufig eine verlängerte Spannfeder auf, die aus dem Griff herausragt. So sinnvoll eine solche Spiralfeder auf den ersten Blick auch scheint, nicht nur in der Pferdehaltung ist sie weniger geeignet. In dieser Spirale können sich nämlich leicht die Schweifhaare deines Pferdes verfangen.

Was zunächst harmlos erscheint, kann aber fatale Folgen haben. Erschreckt sich dein Tier dadurch oder gerät sogar in Panik, werden im besten Fall nur ein paar Haare aus dem Schweif herausgerissen. Es kann aber auch passieren, dass durch den ruckartigen Zug die Weidetorgriffe aus ihrer Verankerung gerissen und durch die Luft gewirbelt werden. Dies trägt dann sicher nicht zur Beruhigung deines Pferdes bei.

Aus diesem Grunde solltest du bei der Installation eines Weidezaunes oder auch beim Nachrüsten bestehender Zaunanlagen nur Torgriffe mit einer innen verbauten Spiralfeder verwenden. Das heißt jetzt nicht, dass du sämtliche Weidetorgriffe mit den ungeschützten Zugfedern entsorgen mußt. Vielmehr gibt es eine einfache Lösung für ein Upcycling mit einfachen Gartenschlauchresten.

Diese müssen nur den erforderlichen Durchmesser haben und werden dann einfach auf die notwendige Länge zugeschnitten. Anschließend kannst du die Stücke über die Spirale schieben, wobei darauf zu achten ist, dass der Schlauch bis zum Anschlag in den Torgriff geschoben und die Metallfeder komplett abdeckt wird, schließlich soll sie nicht verrutschen. Mit Hilfe eines Zaunprüfers solltest du zum Schluß noch kontrollieren, ob die gewünschte Zaunspannung eingehalten wird.

Hast du schon einmal schlechte Erfahrungen mit den erwähnten Zugfedern gemacht? Wie ist die Geschichte dann für dich und dein Pferd ausgegangen? Kennst du vielleicht sogar sinnvolle Alternativen. Schreibe uns doch einfach einen Kommentar.

Quelle: Anke Klabunde, www.aid.de



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