Pferdehaltung

Haltung, Gesundheit und Ernährung - diese wesentlichen Punkte sind entscheidend für das Wohlergehen eines jeden Pferdes. Grundsätzlich beginnt die Gesundheit bei der Haltung und der Ernährung. Daher ist es unsinnig, ein krankes Pferd therapieren zu wollen, wenn die Haltung nicht Pferdegerecht ist.

Viele Menschen machen sich schon lange Gedanken zur optimalen Pferdehaltung. Zahlreiche Bücher wurden darüber geschrieben, altes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben und Neues erforscht. Vieles davon dient nur dem eigenen finanziellen Vorteil und vergißt das Wesentliche. Anderes wäre für unsere Pferde von großem Nutzen, wird aber von vielen Pferdefreunden nicht wahrgenommen.

Als interessierter Pferdehalter bleibt dir daher nur die Möglichkeit, die eigene Pferdehaltung regelmäßig zu überdenken sowie möglichst viele Informationen zu sammeln, um diese zu prüfen und anzuwenden. Auch schon Kleinigkeiten können den Pferdealltag bereichern und verbessern. Unsere Pferde zeigen uns dann schon, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Sie sind schließlich die besten Lehrmeister.

Nachfolgend findest du interessante, lesenswerte Infos, Tipps und News rund um das Thema Pferdehaltung. Weitere ausführliche Informationen und Anregungen bietet dir auch das Buch "Paddock Trail: Anleitung zu naturnaher und gesunder Pferdehaltung"* von Jörg Weber, Angela Axthelm, Tanja Romanazzi und Christiane Urban.


Unser Stall soll besser werden

Gut Meinfeld als bester Pferdestall 2014 ausgezeichnet

Die erfolgreichsten Züchter von Nachwuchsreitpferden und -ponys wurden im Rahmen der Beim bundesweiten Pferdehaltungs-Wettbewerb "Unser Stall soll besser werden" hat das Gut Meinfeld in Niederkrüchten den ersten Platz geholt. Der Sieger sowie die weiteren Preisträger wurden Anfang September bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf offiziell ausgezeichnet.

Gruppenhaltung für Pferde

Weniger Aggressionen bei größerer Fläche

Obwohl von zahlreichen Tierschutzorganisationen die Gruppenhaltung für Pferde empfohlen wird, bevorzugen viele Pferdebesitzer aus Angst vor aggressiven Interaktionen und möglichen Verletzungsgefahren der Tiere untereinander die Einzelhaltung mit häufig geringer Grundfläche. Die von den Tieren eingeforderte Individualdistanz wird bei der Auslauf- bzw. Gruppenhaltung nicht selten unterschätzt und führt in der Folge zu einem mehr oder minder hohen Aggressionsniveau innerhalb der Herde. Denn unter dem Einfluss des Menschen besteht für die Pferde keine Möglichkeit, Gruppengröße und -zusammensetzung frei zu wählen.

Gelungenes Herdenmanagement

Verletzungsrisiko verringern

Pferde sind von Natur aus sehr gesellige Tiere. Daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, sie auch gemeinsam auf einer Weide oder im Auslauf zu halten. Wenn die Weidegenossen sich jedoch noch nicht so gut kennen, ist allerdings eine rechtzeitige und vorsichtige Integration in den Herdenbestand sinnvoll.

Hochleistungsgräser auf der Pferdeweide

Zurück in die Steppe

Das Pferd gehört auf die Weide - das ist die einhellige Meinung der meisten Pferdebesitzer. Dennoch sollte diese Forderung und vor allem deren Umsetzung mit Bedacht erfolgen. Denn die Mehrzahl der Pferdehalter ist sich der damit verbundenen Konsequenzen aufgrund der Risiken moderner Gräser nicht bewusst. Zu Zeiten, in denen das Pferd noch als Arbeitstier eingesetzt wurde und daher wenig Zeit auf der Weide verbrachte, war dieses Phänomen noch weitestgehend unbekannt: Hufrehe, auch Grasrehe genannt.

Winterpflege für die Pferdeweide

Auf die kalte Witterung vorbereiten

Winterpflege für die Pferdeweide
Ebenso wie Grünlandflächen sollten auch Pferdeweiden winterfest gemacht und auf die Winterruhe vorbereitet werden. Dies ist umso wichtiger, je intensiver die Weide genutzt wird. Denn der für Pferde typische kurze Verbiss der Grasnarbe, die Trittbelastung durch die Hufe und die selektive Futteraufnahme durch die Bevorzugung bestimmter Pflanzenarten führt zu einer starken Belastung von Pferdekoppeln. Eine dauernde Beobachtung und entsprechende Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen sind daher unerläßlich.

Wohin mit dem Pferdemist?

Mistentsorgung im Winter

Pferdemist wird nach wie vor als Festmist gelagert. Insbesondere in den Wintermonaten nimmt die Höhe und Breite des Misthaufens enorm zu. Wer nicht großzügig geplant hat, kann hierbei in arge Bedrängnis geraten. Ein Ausbringen von Mist und Gülle außerhalb der Vegetationsperioden ist nämlich laut Gülleverordnung verboten. Die Kompostierung von Pferdemist ist eine gute Recyclingmethode, erfordert jedoch eine gewisse Sachkenntnis, ist relativ aufwändig und außerdem nur selten behördlich gestattet.

Stabile Zäune fürs Pferd

Pferde brauchen stabile Zäune

Pferde, Rinder und Schafe sehen wir am liebsten draußen auf der Weide. Pferde werden in der Regel ganzjährig auf die Weide gelassen, denn das entspricht ihrem natürlichen Bewegungsdrang. Umso wichtiger ist ein ausreichend sicherer Weidezaun. Einerseits muss er genügend Hütesicherheit bieten, andererseits gut sichtbar und entsprechend hoch sein.

Komposteinstreu im Pferdestall

Grünlandkompost als Einstreu-Alternative

Komposteinstreu im Pferdestall
Stroh und Späne sind noch immer das von vielen Pferdebesitzern und Betriebsleitern bevorzugte Einstreumaterial, denn bisher stellte vor allem Stroh die mit Abstand kostengünstigste Stalleinstreu dar. Doch durch den Rückgang des Getreideanbaus ist ein Mangel an Getreidestroh absehbar und nur noch eine Frage der Zeit. In Zeiten steigender Strohpreise aufgrund geringerer Erntemengen und konkurrierender Strohabnehmer wird in der Tierhaltung gerne auch auf andere Einstreuprodukte zurückgegriffen. Seit einiger Zeit schon gibt es eine Alternative zu Häcksel, Spänen oder Pellets, nämlich den Grünlandkompost.

Kalkstickstoff für Pferdeweiden

Stickstoffdünger mit Nebenwirkungen

Für viele Pferde stellt die Weide für einen Großteil des Jahres die wichtigste Nahrungsquelle dar. Durch das Grasen decken die Pferde nicht nur ihren Energie- und Eiweißbedarf, sondern nehmen auch alle lebensnotwendigen Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch bereits die Pflanzen mit allen Mineralien ausreichend versorgt sind. Deshalb ist eine ausgewogene Düngung auf Pferdeweiden besonders wichtig. Aber nicht nur die Mineralstoffversorgung wird mit einer sinnvoll dosierten Düngung unterstützt, auch die Ausbreitung von Magen-Darm-Parasiten kann damit beeinflusst werden.
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