Tierfreundlicher Jahreswechsel

Veröffentlicht in Pferdegesundheit

Stress für Tiere

Eigentlich freut man sich darauf, in ein neues Jahr zu starten. Doch wie man als Tierbesitzer weiß, ist der Silvesterabend für viele Tiere leider einfach nur mit großer Anspannung verbunden. Die großen Menschenmengen, die laute Musik und vor allem die lauten Silvesterraketen bedeuten Stress für alle Tiere.

Nicht selten verkriechen sich Hund und Katze vor lauter Angst unters Bett, koten ein und kommen erst am nächsten Tag langsam wieder aus ihrem Versteck hervor. Pferde geraten häufig so sehr in Panik, dass sich in der Silvesternacht Knochenbrüche und Koliken häufen. Tiere hören um ein Vielfaches besser als der Mensch und sie können die lauten Geräusche und die hellen Lichter nicht zuordnen. Folglich fühlen sie sich davon bedroht.

Fluchttier Pferd
Fluchttier Pferd

Ist es außerdem nicht Wahnsinn, wie viel Geld in dieser einen Nacht einfach in die Luft geschossen wird?

Zwei Argumente, die Grund genug sind, um auf ein Feuerwerk zu verzichten. Mit Freunden und der Familie feiern und dabei Spaß haben lässt es sich auch ohne bombastisches Feuerwerk, und das neue Jahr kommt sowieso. Um die Verletzungsgefahr für die Tiere etwas einzudämmen und Ihnen Sicherheit zu geben, gibt es ein paar Dinge, auf die du als Besitzer achten kannst.

Hunde sollten schon während des Tages beim Gassi gehen immer an der Leine geführt werden, denn häufig werden auch schon tagsüber die ersten Raketen in die Luft abgefeuert. Ist der Hund an der Leine, so kann er, sollte er vor lauter Panik weglaufen wollen, wenigstens nicht ins nächste Auto laufen.

Außerdem sollten Hunde abends nicht alleine zu Hause gelassen oder auf Partys mit lauter Musik mitgenommen werden. Hunde fühlen sich zu Hause bei einem entspannten Herrchen oder Frauchen einfach am wohlsten. Auch im Garten sollten Hunde an diesem Tag keinesfalls unbeaufsichtigt bleiben.

ängstlicher Hund
Viele Hunde reagieren auf laute Geräusche ängstlich

Katzen sollten in der Silvesternacht auf alle Fälle im Haus sein. Dort fühlen sie sich in der Regel etwas sicherer und es besteht nicht die Gefahr, versehentlich von einer Rakete getroffen zu werden.

Pferde haben es meist am schwierigsten. Ihnen Sicherheit zu geben ist nicht einfach. Als Pferdebesitzer sollte man wenn möglich die Silvesternacht am Stall verbringen oder zumindest sicher gehen, dass eine Person die Pferde im Stall betreut. So ist es möglich, das Pferd im Ernstfall etwas zu beruhigen und sollte doch etwas passieren, ist man sofort an Ort und Stelle.

Vielleicht läßt es sich ja einrichten, mit der Stallgemeinschaft eine Tasse Glühwein zu trinken. Und mit etwas Glück und ein paar netten Worten können sogar angrenzende Nachbarn davon überzeugt werden, den Tieren zu liebe auf ein Feuerwerk zu verzichten.

Mit freundlicher Genehmigung von Sarah Prokesch, Tierheilpraktikerin



Schreibe einen Kommentar:

Du kommentierst als Gast.

Finden

Du suchst etwas Bestimmtes, dann verwende einfach die Suchhilfe:

Suchhilfe