Täglich angepaßter Weidegang

Veröffentlicht in Hobbyranch aktuell

Langsame Gewöhnung

Der Frühling ist mittlerweile ins Land gezogen, die Natur beginnt aufzublühen und die Pferde genießen endlich wieder ihren lang ersehnten Weidegang. Natürlich durften unsere Pferde nicht gleich den ganzen Tag auf die Weide. Zunächst war erst einmal die langsame Gewöhnung an das frische Grün nötig. Angefangen mit kurzen Weidezeiten haben wir diese nach und nach gesteigert, bis wir jetzt beim ganztäglichen Weidegang angekommen sind.

WeidegangUm die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden, ist diese Vorgehensweise sehr wichtig. Unsere Pferde hatten zwar das Glück, den Weidegang bis zum Jahresende 2014 genießen zu können, aber danach war natürlich reine Heufütterung angesagt. Bei der Umstellung von der rohfaserreichen Winterfütterung auf das frische Gras jetzt im Frühjahr wird das Verdauungssystem der Pferde natürlich stark belastet. Wenn die Umstellung dann zu schnell erfolgt, kann es zu erheblichen Stoffwechsel- oder Verdauungsproblemen kommen. Die Folgen daraus können von Durchfall über Kolik bis hin zur Hufrehe reichen.

Speziell mit der Hufrehe mußten wir ja schon unfreiwilligerweise Erfahrungen sammeln und auch schon zwei Pferde einschläfern lassen. Auch das Pferd Sandro unserer ältesten Tochter Yvonne ist so ein Rehekandidat. Er hatte schon einmal einen Reheschub und ist daher natürlich anfälliger als meine Warmblutstute Erzfee oder das holländische Warmblut Quito. Daher trägt Sandro bei der Gewöhnung ans frische Gras auch zusätzlich einen Maulkorb, um die Futteraufnahme weiter einzuschränken. Allerdings ist Sandro erfinderisch und findet immer wieder Mittel und Wege, um sich des Maulkorbes zu entledigen.

Weidegang im FrühjahrDie einfachen Fressbremsen aus Kunststoff und Nylon haben bei ihm sowieso nicht allzu lange gehalten. Erst die Anschaffung einer stabileren Ausführung aus Leder mit Nacken- und abnehmbarer Kehlriemen, weichem Gurtmaterial mit Klipverschluß sowie einem Boden aus extra starkem Kunststoff brachte etwas Besserung. Aber auch hier schaffte es Sandro mit der Zeit, den Verschluß irgendwie zu öffnen und nachher auch abzureißen. Nach Anbringen einen Karabinerhakens aus Metall hat er es dann fertig gebracht, das Leder der Fressbremse einzureißen. Gott sei Dank hat Sandro sich bei den Aktionen nie verletzt und aktuell genießt er den Weidegang ohne Fressbremse, aber unter ständiger Beobachtung.

Zusätzlich zum täglichen Weidegang haben unsere Pferde natürlich Heu in Heunetzen zur Verfügung. Daran naschen Sie auch immer wieder während des Weidegangs und Nachts, wenn die Weiden geschlossen sind ist dies natürlich die Futtergrundlage. Die Weidefläche ist außerdem unterteilt in 6 Teilbereiche, die den Pferden im Wechsel zugeteilt werden, so das sich die Weide zwischendurch auch immer wieder erholen kann.


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