Magenprobleme beim Pferd

Veröffentlicht in Pferdegesundheit

Wie kommt es dazu?

An Magengeschwüren erkranken nicht nur Sportpferde, sondern auch immer mehr Freizeitpferde. Insbesondere sensible und nervöse Pferde sind häufig betroffen. Stress durch Stallwechsel oder hohe Leistungsanforderungen, Futterentzug von über 4 Stunden und die Gabe von bestimmten Medikamenten (Schmerzmittel) begünstigen dabei eine Übersäuerung des Magens und die Entstehung von Magengeschwüren.

magenproblemeIm Vergleich zum Menschen produziert ein Pferd kontinuierlich Magensäure und nicht nur nach Fütterung. Das Verdauungssystem des Pferdes ist nämlich auf eine 18 stündige, rauhfaserreiche Futteraufnahme ausgerichtet. Bei zu geringen Rauhfutterrationen sammelt sich überschüssige Magensäure und greift die empfindliche Magenschleimhaut an. Begünstigt wird dieser Vorgang zudem durch die Fütterung von stärkehaltigen Futtermitteln wie Getreide und Müslis, bei deren Verdauung Milchsäure freigesetzt wird.

Wie erkenne ich Magenprobleme bei meinem Pferd?

Oft sind die Symptome nicht ganz eindeutig. Folgende Anzeichen können erste Hinweise sein: Reduzierter Appetit, häufige Fresspausen, Leistungsabfall, Widersetzlichkeit beim Reiten, Kolik, Zähneknirschen, Koppen, Kotwasser oder Durchfall. Für die sichere Diagnostik einer Magenerkrankung kann eine Gastroskopie vom Tierarzt durchgeführt werden.

Optimale Fütterung und Haltung sind die beste Therapie!

Neben schulmedizinischen Therapieverfahren zur Behandlung von Magengeschwüren ist die Akupunktur eine sehr wirksame Methode und kann auch bei akuten Zuständen schnell helfen. Für einen langfristigen Therapieerfolg ist aber eine Optimierung der Haltungs- und Fütterungsbedingungen unerlässlich. Dabei sind folgende Punkte besonders zu beachten:

- Ständiger Zugang zu Raufutter
- Nur kleine Kraftfutterrationen pro Mahlzeit
- Stärkereiche Futtermittel wie Getreide, Brot, Bananen vermeiden
- Kein säurehaltiges Obst oder saures Futter (Silage) füttern
- Stress während der Fütterung verhindern

Fazit

Wenn ich diese Punkte beachte, kann ich als Reiter und Pferdehalter selbst dazu beitragen, das mein Pferd bis ins hohe Alter gesund und fit bleibt.

Quelle:"Sarah Henne, Tierheilpraktikerin für Pferde"



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