Lange Fresspausen

Veröffentlicht in Pferdefütterung, Pferdegesundheit, Pferdehaltung

Welche Auswirkungen haben sie auf das Pferd?

Das Pferd ist ein Dauerfresser und in der freien Wildbahn beschäftigt es sich 16 Stunden am Tag mit Nahrungsaufnahme, langsamer Bewegung und sozialen Kontakten. Das ist nicht nur für die körperliche Gesundheit von zentraler Bedeutung, sondern auch für die psychische Ausgeglichenheit. Häufig erfüllen unsere heutigen Haltungsbedingungen diese Anforderungen der Pferde allerdings nicht, da eine ausreichende Raufuttergabe und das Bewegungsangebot in vielen Ställen einfach nicht gegeben sind.

Engmaschige Heunetze helfen

Als Folge entstehen oftmals Verhaltensauffälligkeiten durch Langeweile, wie z.B. Weben oder Koppen. Im Verdauungsapparat des Pferdes führen lange Fresspausen zu einer unnatürlich langen Verweildauer des Nahrungsbreis im Pferdemagen. Nach 4 Stunden ohne Raufutter können bereits Schleimhautentzündungen und somit Magengeschwüre entstehen. Fütterungsexperten empfehlen daher freien Zugang zu Raufutter in Form von Heu und Stroh, bei leichtfuttrigen Pferden haben sich engmaschige Heunetze sehr gut bewährt.

Quelle: Sarah Henne, Tierheilpraktikerin für Pferde



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