Gründung des Berufsverbands pferdegestützter Coaches e.V.

Qualität, Professionalität und Wissenschaft im Pferdecoaching

Das pferdegestützte Coaching wird immer beliebter und gefühlt gibt es in jedem Stall einen Coach, der mit Pferden arbeitet. Da kann man leicht den Überblick verlieren, wer wirklich qualifiziert ist. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn man bei Google „pferdegestütztes Coaching“ eingibt. Wer das einmal probiert, wird sich wundern: Es sind 49.600 Ergebnisse. Ausbildungen zum pferdegestützten Coach gibt es mittlerweile auch wie Sand am Meer. Doch wer von den ganzen Anbietern arbeitet wirklich fundiert und hat einen entsprechenden fachlichen Hintergrund? Als Psychologin, Professorin für Wirtschaftspsychologie und pferdegestützter Coach sowie Ausbilderin für pferdegestütztes Coaching wundert sich Prof. Dr. Kathrin Schütz immer wieder, wer alles diese Interventionsform anbietet. Es gibt viele pferdegestützte Coaches – und leider auch einige schwarze Schafe. Dem wollte sie nicht länger zusehen und hat zusammen mit einigen Experten den Berufsverband pferdegestützter Coaches e.V. gegründet:

Berufsverband pferdegestützter Coaches e.V.
Gemeinsam mehr erreichen (Foto: Daniel Kuhl Photography)

Warum wurde der Berufsverband gegründet?

Die Arbeit mit dem Pferd ist wissenschaftlich nachgewiesen tiefgreifend, emotional öffnend und kann sich positiv auf die Selbstwirksamkeit und die emotionale Intelligenz auswirken. In meinen 10 Jahren Berufserfahrung als Pferdecoach habe ich das vielfach erlebt und gesehen, wie wirkungsvoll und machtvoll die Methode ist – wenn sie professionell angewandt wird. In Deutschland sind die Bezeichnungen „Coach“, „Therapeut“ oder „Berater“ allerdings nicht geschützt, sodass sich jeder so nennen darf und so arbeiten kann. Genauso ist das auch beim „pferdegestützten Coach“ oder „Pferdecoach“. Da muss man sich wirklich fragen, ob man von jemandem gecoacht werden möchte, der einen Wochenendkurs oder gar einen Onlinekurs belegt hat und von Psychologie keine Ahnung hat. Teilweise wird dadurch leider das Klischee bestätigt, dass man beim pferdegestützten Coaching nur Ponys im Kreis führt oder es sich um eine Manager-Bespaßung handelt. Im schlimmsten Fall wird der Klient bei der tiefgreifenden Arbeit nicht gut betreut. Genau dieser Problematik begegnen wir mit unserem Berufsverband.

„Tiefgreifende Arbeit mit Klienten – nicht nur in Kombination mit Pferden – gehört in professionelle Hände!“

Pony führen
Coaching ist mehr als Ponys im Kreis führen (Foto: Daniel Kuhl Photography)

Was macht der Berufsverband?

Wir sorgen mit unserem Berufsverband für mehr Transparenz, Kompetenz und Forschung und setzen auf Qualität statt Quantität. Wer bei uns im Verband Mitglied ist, wurde auf Herz und Nieren geprüft. Dazu haben wir uns viele Wochen lang Gedanken gemacht, welche Qualifikationen ein pferdegestützter Coach mitbringen sollte, damit Klienten in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden. Als professionell arbeitende und fundiert ausgebildete pferdegestützte Coaches mit einem entsprechenden beruflichen Hintergrund haben wir den Berufsverband pferdegestützter Coaches e.V. gegründet und sind am 1. März 2021 an den Start gegangen. Unser Ziel ist es, die Qualitätsstandards im pferdegestützten Coaching zu fördern und zu etablieren. Wir sehen die Interventionsform als wissenschaftlich fundierte und psychologisch basierte Methode an und möchten diese weiter professionalisieren. Daher haben wir in unserer Satzung entsprechende Voraussetzungen festgelegt, die erfüllt sein müssen, um bei uns aufgenommen zu werden. Die Coaches in unserem Verband bilden sich regelmäßig fort, entwickeln das pferdegestützte Coaching weiter und widmen sich der Forschung. Das pferdegestützte Coaching ist eine tolle und wirkungsvolle Methode – dafür setzen wir uns ein!

Interessierte finden auf unserer Homepage qualifizierte Pferdecoaches.

Prof. Dr. Kathrin Schütz
Prof. Dr. Kathrin Schütz (Foto: Kathrin Schütz)

Ergänzung

Prof. Dr. Kathrin Schütz arbeitet ehrenamtlich als 1. Vorstand im Berufsverband pferdegestützter Coaches e.V. und ist Professorin mit rund zehnjähriger Erfahrung in der Lehre und Forschung sowie in der Praxis als Ausbilderin und Coach. Sie ist begeisterte Reiterin sowie Pferde- und Hofbesitzerin. Mehr über ihre Interessen und ihre Veröffentlichungen rund um Pferde, Forschung & Psychologie findest du auf ihrer persönlichen Homepage. Auf den Webseiten zum Pferdecoaching und Pferdecoaching Institut erfährst du mehr über ihre Coaching-Seminare und Ausbildungen mit Pferden als Co-Trainer.

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