Begeisterung bei Pferd und Mensch

Veröffentlicht in Pferdeevents

Seminar „Gelebte Freiheit“

Viele Pferdefreunde hatten dem vergangenen Wochenende bereits entgegengefiebert, um endlich die seltene Gelegenheit wahrnehmen zu können, Frédéric Pignon und Magali Delgado live bei ihrer Arbeit mit Pferden zu erleben. Am 27. und 28. Februar 2016 war es dann soweit: Das vom evipo Verlag veranstaltete und in Norddeutschland einzigartige Seminar „Gelebte Freiheit“ fand in der Niedersachsenhalle in Verden statt.

Die von gegenseitigem Respekt geprägte Zusammenarbeit von Pferd und Mensch stand dabei im Fokus und begeisterte sowohl die Zuschauer als auch die aktiven Seminarteilnehmer. Ob selbstbewusster Lusitano, skeptisches Warmblut oder in sich ruhender Isländer – Frédéric Pignon und Magali Delgado stellten sich individuell auf jedes Pferd ein. Durch ruhiges Beobachten und respektvolles Annähern gewannen sie dessen Interesse und Bereitschaft zur freiwilligen Mitarbeit.

Frédéric Pignon und Magali Delgado
Frédéric Pignon und Magali Delgado (Foto: Antje Wolff)

Dabei war es für die beiden Pferdeexperten besonders wichtig, das Pferd in all seinen Ausdrucksmöglichkeiten wie Gesichtsausdruck, Körperspannung etc. ehrlich wahrzunehmen und selber ganz klar in der Kommunikation sein. Sanfte Berührungen, die u. a. auch aus der Tellington-Methode übernommen wurden, fördern Vertrauen und Wohlbefinden des Pferdes. Diese sind für das Ausbilder-Ehepaar auch die Basis ihres Pferdetrainings.

Sowohl Pignon, der die Teilnehmer in der Freiheitsdressur anleitete, als auch Delgado, die das feine Dressurreiten vermittelte, hoben immer wieder hervor, wie wichtig es sei, beim Umgang mit Pferden auf grobe Einwirkung, Druck und Zwang zu verzichten. Schließlich soll die Arbeit den Pferden Freude bereiten und diese auch erhalten bleiben. Deutlich erkennbar war dies bei jedem einzelnen Pferd innerhalb der Seminar-Einheiten.

Frédéric Pignon
Frédéric Pignon (Foto: Antje Wolff)

Pignon gelang es beispielsweise, die ihm zuvor unbekannten Pferde nach kurzer Zeit frei und ohne Führstrick im Round-Pen zu lenken. Dabei handelte es sich um Tiere unterschiedlicher Ausbildungsstände und verschiedener Charakter- und Pferdetypen. Den charakterstarken Lusitano-Wallach z.B. solle man nicht unterdrücken, um ihm bestimmte Lektionen abzuverlangen, so Pignon, sondern über Konsequenz und Freundlichkeit zum respektvollen Kooperieren bewegen. Der eher ruhige Isländer könne am besten über kurze Einheiten motiviert werden, um mehr Energie in die Zusammenarbeit zu investieren.

Die Trainingseinheiten der zwei französischen Ausbilder erfolgten mit Dolmetscherunterstützung parallel in zwei Hallen, so das jeder Pferdefreund die Ausführungen nachvollziehen konnte. Das Rahmenprogramm, welches durch Andrea Schmitz, Irene Raab-Hinrichs und Richard Hinrichs sowie Suzanne Struben, Karen Uecker und Heidrun Hafen geleitet wurde, stellte ein weiteres Highlight dieses Seminars dar.

Pferdeseminar
Hilfestellungen durch Magali Delgado (Foto: Antje Wolff)

Die beiden Organisatorinnen Nicole Künzel, Verlegerin des evipo Verlages sowie Ausbilderin der Klassischen Reitweise, und Kerstin Schmidt, Journalistin und Eventmanagerin, zogen daher insgesamt ein sehr positives Fazit: „Das Seminar war ein toller Erfolg! Alle zwölf aktiven Teilnehmerinnen haben viel über ihre Beziehung zu ihren Pferden gelernt. Auch die rund 300 Zuschauer hatten Gelegenheit, sowohl Fragen zu den Seminarinhalten zu stellen, als auch Rat für Schwierigkeiten bei der Arbeit mit den eigenen Pferden einzuholen.“

Quelle: "Centauri Kommunikation"



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