Wie sieht ein langlebiger, leistungsfähiger Reitplatz aus?

Ein Reitplatz ist mehr als nur Sand und Schotter. Er ist der Boden, auf dem Pferd und Reiter harmonisch zusammenarbeiten können. Das Anlegen eines Reitplatzes ist dabei immer eine individuelle Aufgabe, bei der Bodenverhältnisse, Klima, Nutzung und Disziplin unterschiedliche Anforderungen stellen.

Ein hochwertiger Reitboden sollte die Grundlage für gesundes Training, Sicherheit und die langfristige Leistungsfähigkeit von Pferd und Reiter schaffen – egal ob im Außenbereich oder in der Reithalle. Wichtig ist, dass der Aufbau aller Komponenten wie Unterbau, Trennschicht und Tretschicht optimal aufeinander abgestimmt ist.

Tragfähigkeit und Drainage

Jeder professionell aufgebaute Reitboden beginnt mit einem sorgfältig konstruierten Unterbau. Verdichtete Schichten aus Schotter oder Frostschutz sorgen für dauerhafte Tragfähigkeit und leiten Regen zuverlässig ab. Gefälle und gegebenenfalls Drainagesysteme verhindern Staunässe, schaffen eine stabile Basis und legen die Grundlage, auf der Trenn- und Tretschicht ihre volle Wirkung entfalten können.

Foto: OTTO Arena System GmbH

Matten-System als Trennschicht für optimale Stabilität

Während der Unterbau für Tragfähigkeit und Drainage sorgt, verhindert die Trennschicht das Vermischen von Unterbau und Tretschicht. Idealerweise sorgt sie außerdem für Rutschfestigkeit, speichert Wasser und absorbiert Schockbelastungen. Bewährt im Alltag vieler Reitplätze haben sich Matten-Systeme wie z.B. die OTTO-Lochmatten, die den Unterbau sauber von der Tretschicht trennt, gleichzeitig überschüssiges Wasser effizient ableitet und zudem schockabsorbierend wirkt.

Die integrierten „Sand-Sperr-Ringe“ des Matten-Systems verhindern, dass Sand unter die Matte gelangt oder Steine aus dem Untergrund nach oben wandern. Dank eines Systems aus hohen und tiefen Noppen sowie integrierten Wasserspeichern bleibt die Tretschicht auch in engen Kurven stabil. Das Resultat: ein dauerhaft rutschfester und elastischer Boden, der Wasser zügig ableitet, jederzeit bereitbar bleibt und auch unter hoher Belastung zuverlässig funktioniert.

Wer im Innenbereich auf die stabilisierenden Eigenschaften nicht verzichten möchte, kann auf die speziellen OTTO-Hallenmatten zurückgreifen. Anders als bei den Lochmatten verzichten die Hallenmatten vollständig auf Drainagelöcher, da in Hallen die Bewässerung manuell erfolgt. Auf diese Weise versickert das Wasser nicht im Unterbau, was übermäßiges Bewässern im Innenbereich reduziert und langfristig sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont. Eine energiesparende LED-Beleuchtung unterstützt diesen Effekt noch.

Foto: OTTO Arena System GmbH

Wenn der Boden mitarbeitet

Auf der Trennschicht folgt die Tretschicht – sie ist der sichtbare Teil des Reitbodens und entscheidet maßgeblich über Sicherheit, Komfort und Reitgefühl von Pferd und Reiter. Sie muss federnd, trittfest und zugleich ausreichend stabil sein, damit sich die Pferde sicher bewegen können. Eine hochwertige Tretschicht erfüllt diese Anforderungen zuverlässig und hat sich in jahrzehntelanger Praxis bewährt.

In jahrzehntelanger Praxis hat sich hier OTTO-ArenaTex bewährt. Die Mischung setzt auf eine Kombination aus hochwertigem, reinem Quarzsand, der auch hoher und langanhaltender Belastung standhält und einem eigens entwickelten, äußerst robusten Vlies-Fasergemisch. Darüber hinaus enthält das Gemisch keine Stoffe wie zum Beispiel Lehm, die den Wasserabfluss blockieren. Überschüssiges Wasser kann dadurch schnell abfließen, was Pfützen und verschlammten Stellen vorbeugt und langfristig die Hufgesundheit unterstützt. Eine nachhaltigere Alternative bietet die Tretschicht aus 100 Prozent doppelt gewaschenem Quarzsand, ganz ohne synthetische oder organische Zuschlagstoffe.

Richtige Pflege und Bewässerung

Den richtigen Aufbau vom Unterboden über die Trennschicht bis zur Tretschicht haben wir bereits erläutert. Doch selbst der beste Reitboden entfaltet seine Eigenschaften nur dann dauerhaft, wenn er richtig gepflegt wird. Sand ist ein wassergebundenes Material: Ohne ausreichende Feuchtigkeit verliert er seine Bindung, wird locker oder staubig und kann seine federnden Eigenschaften nicht optimal entfalten.

Foto: OTTO Arena System GmbH

Deshalb ist eine regelmäßige und möglichst gleichmäßige Bewässerung des Reitplatzes essenziell, sowohl im Außenbereich als auch in der Reithalle. Nur bei gleichmäßiger Feuchtigkeit bleibt die Struktur der Tretschicht stabil und leistungsfähig. Ebenso wichtig ist das tägliche Abziehen des Bodens. Spezielle Reitplatzplaner sorgen dafür, dass die Tretschicht gleichmäßig verteilt bleibt und Verdichtungen rechtzeitig gelöst werden. Das erhält die Elastizität des Bodens und verlängert gleichzeitig seine Lebensdauer.

Verwendete Quellen: OTTO Arena System GmbH

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