Millionengeschäft mit geklonten Pferden

Unsterblichkeit ist für viele Menschen ein Traum, in Argentinien ist dieser längst ein Millionengeschäft. Mehr als 60 mal hat der weltberühmte Polospieler Adolfo Cambiaso sein bestes Pferd klonen lassen und dafür mit anderen ein Klonimperium aufgebaut. Cambiasos Konkurrenten wollen schon bald weiter gehen, denn vom Versuch, ein Ausnahmepferd zu bewahren bis zur genetischen Optimierung von Lebensformen ist es kein großer Schritt. Davon erzählt der Doku-Podcast „Unsterblich: Die Klonpferde“, von dem ab 8. Oktober alle sechs Teile in der Deutschlandfunk App und auf den bekannten Plattformen abrufbar sind.

Foto: Deutschlandfunk

Alles beginnt mit einem Unfall, durch den eines der wertvollsten Polopferde der Welt eingeschläfert werden muss. Sein Besitzer – Adolfo Cambiaso – will diesen Verlust jedoch nicht akzeptieren. Er lässt die Hautzellen einfrieren in der Hoffnung, sein Pferd eines Tages wieder zum Leben zu erwecken. Als Cambiaso den reichen Texaner Alan Meeker kennenlernt, der seine eigene Bauchspeicheldrüse klonen will, bauen beide ein Klonimperium auf. Sie feiern damit finanziell wie sportlich große Erfolge, bis eine andere Firma sogar ein genetisch modifiziertes Superpferd erschaffen will.

Die Doku-Serie des Deutschlandradios führt in die Welt der Superreichen, erzählt von Klon-Auktionen in Argentinien und -Laboren in den USA bis hin zu Biotech-Firmen, die Tiere und sogar Menschen genetisch verändern wollen. Wer aber profitiert von einem optimierten Leben und wie erstrebenswert ist das eigentlich? Die Autoren Kilian Mazurek und Jonatan Geller-Hartung haben mit engen Mitarbeitern von Cambiaso und Meeker, mit Insidern der Polo-Szene und Wissenschaftlerinnen sowie Gentechnik-Experten gesprochen. Entstanden ist eine internationale Recherche über die beunruhigenden Folgen moderner Klontechnik.

Verwendete Quellen: Deutschlandfunk

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