Befreie dein Pferd, befreie dich selbst

Veröffentlicht in Buchtipps für Pferdefreunde

Die Verschmelzung von Pferd und Reiter, gemeinsam einen schönen Ausritt wagen – Das ist sicherlich die Traumvorstellung aller Hobby- und Freizeitreiter. Und in der Tat ist es nur eine Traumvorstellung des Reiters. Denn wie sollte ein Pferd mit beschlagenen Hufen, Sattel und einem Metallgebiss, das im Maul scheuert und schmerzt, Spaß an einem Ausritt haben?

In ihrem Buch „Befreie dein Pferd, befreie dich selbst“ (Cadmos) öffnet die Autorin Maksida Vogt Hobby- und Berufsreitern die Augen für die Qualen der Pferde und zeigt, wie man sich seinem Pferd richtig annähert.

Befreie dein PferdWarum reiten wir? Nicht, weil wir das Pferd als Fortbewegungsmittel oder Nutztier unbedingt benötigen. Wir reiten, weil WIR es wollen. Wir wollen die Kraft des Tieres, den Wind im Gesicht spüren. Wir wollen den Alltag vergessen, den Kopf freibekommen. Wer heute klassisch reiten lernt, wird gelehrt, wie er das Pferd beherrschen kann. Mit dem Gebiss, einer Peitsche und Sporen bezwingt man es und es fügt sich scheinbar bereitwillig. Doch hat sich schon einmal ein Reiter gefragt, wie es für ihn wäre, mit einer Metallstange im Mund zum Laufen gezwungen zu werden? Die Autorin Maksida Vogt lädt Reiter ein, dem Tier einmal in die Augen zu schauen und zu ergründen, was es fühlt. Schnell wird klar: Reiten hat nichts mit Tierliebe zu tun, Reiten bedeutet Macht. Ist es das, was man seinem Tier antun möchte?

In den ersten neun Lektionen zeigt die Autorin dem Leser Schritt für Schritt, wie man Freundschaft zu seinem Pferd aufbaut und beginnt, es zu verstehen. Sie gibt Tipps, wie man sich neu kennenlernt und miteinander auf gleicher Ebene kommuniziert. Dabei soll auch der Pferdefreund immer in sich hineinhören und schauen, was sich in ihm durch die Übungen verändert hat. Weiterhin öffnet Maksida Vogt die Augen für eine tiergerechtere Haltung: Hat das Pferd im Stall genug Platz sich zu bewegen, kann es immer grasen? Wie wird es richtig gepflegt? Wie erkennt man einen fähigen Tierarzt? Mit welchen Übungen kann die Muskulatur gestärkt werden? Anhand zahlreicher Bilder und Grafiken zur Anatomie des Pferdes illustriert die Autorin, wie beispielsweise ein gesunder Huf aussieht und welche Körperhaltung für das Tier die richtige ist. Dazu lässt Maksida Vogt auch tiermedizinische Experten zu Wort kommen, die ihre Vorstellung vom Pferdewohl aus wissenschaftlicher Sicht begründen.

Die Autorin ist nicht gegen das Reiten allgemein, aber sie will die traditionellen Reiter aufrütteln, ihre Reitmethoden zu hinterfragen. Vielleicht beginnt man einfach damit, ohne Gebiss zu reiten, vielleicht reitet man auch gar nicht mehr – wichtig ist allein, das Tier kennen zu lernen und zu achten und so auch besser zu sich selbst zu finden. Es gibt viele Wege, mit seinem Pferd gemeinsam etwas zu erleben. Reiten muss nicht dazugehören. Auf diversen, stimmungsvollen Fotos finden sich genügend Beispiele wie sich Pferd und Mensch nahe sind, zusammen spielen oder kuscheln.

Über die Autorin:

Maksida Vogt legte den Grundstein ihrer reiterlichen Ausbildung im Bereich der klassischen Dressur. Schnell jedoch entscheid sie, ihr Pferd ohne Gebiss zu reiten, und entdeckte die Freiheitsdressur für sich. Ihre Kenntnisse in NLP und psychologischer Kinesiologie halfen ihr, ihren Pferden Lektionen der Hohen Schule zu vermitteln. Die Autorin gründete die Academia Liberti, deren Ziel es ist, Menschen und Pferden zu helfen, einen lebendigen und auf freiem Willen basierenden Umgang miteinander zu finden.

Bezugsmöglichkeiten

Erschienen ist das Buch im Cadmos Verlag, erhältlich ist es auch bei Amazon*, buecher.de* und im Buchhandel.


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