Das einzige Tierkrematorium für Pferde in NRW

In Deutschland gelten Pferde immer noch als Nutztiere – zumindest aus Sicht des Gesetzes. Mit der Realität vieler Pferdebesitzer hat das allerdings wenig zu tun. Das weiß jeder, der schon einmal über viele Jahre mit einem Pferd gelebt hat. Für viele ist es ein Lebensbegleiter, ein Freund, der den eigenen Alltag bereichert. Dennoch gilt: Stirbt ein Pferd, sieht das Gesetz es als tierisches Nebenprodukt. Es ist nach seinem Ableben durch beauftragte Unternehmen zu entsorgen, ohne Rücksicht auf den Wunsch seiner Besitzer nach einem würdevollen Abschied.

Erst 2017 hat sich dies geändert. Seitdem gibt es in Deutschland die Möglichkeit, für ein gestorbenes Pferd eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen und es in einem zugelassenen Tierkrematorium einäschern zu lassen. Diese rechtliche Öffnung wurde von Verbänden und Tierschutzorganisationen hart erkämpft.

Foto: Animalium Tierkrematorium GmbH

Einzigartig in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist Animalium mit Sitz in Waltrop das einzige Tierkrematorium, das Pferde kremieren kann. Und es ist deutschlandweit einzigartig in der Kombination aus Krematorium, eigens gestalteten Trauerräumen, Aufbahrungsmöglichkeit und Bestattungsoptionen an einem einzigen Ort. Seit seiner Eröffnung im Oktober 2024 kremiert das Unternehmen zwischen zwei und vier Pferde pro Woche. Die Anfragen dazu kommen aus ganz Deutschland.

Was viele nicht wissen

Die 2017 verabschiedete Ausnahmeregelung zur Einäscherung gilt ausschließlich für Equiden, also Pferde, Ponys, Esel und Maultiere. Für andere Tiere, die als Haustiere gehalten werden, aber rechtlich als Nutztiere gelten, gibt es diese Möglichkeit bis heute nicht. Ziegen, Schafe, Rinder und selbst das geliebte Hausschwein fallen nicht unter diese Ausnahmeregelung. Hier bleibt die klassische Entsorgung der einzige Weg. Das macht die Möglichkeit der Pferdekremierung umso bedeutsamer für all jene, die sie in Anspruch nehmen können.

Mehr als ein Krematorium

Animalium in Waltrop ist ein Ort, der etwas leistet, das zuvor schlicht nicht existierte: einen würdevollen, transparenten, begleiteten Abschied für Pferdebesitzer in NRW und weit darüber hinaus.Was das Unternehmen von den wenigen anderen Tierkrematorien unterscheidet, die in Deutschland Pferde kremieren, ist das Gesamtkonzept:

  • Aufbahrung des Pferdes in einer mit Stroh ausgekleideten Holzkiste.
  • Ein Trauerraum mit gedimmtem Licht und würdevoller Atmosphäre
  • Ein Sichtfenster, durch das Angehörige den letzten Weg beobachten können, ohne dabei in den Ofen zu blicken.
  • Erinnerungsstücke wie Hufabdrücke, Schweif- und Mähnenhaar.
  • Die Möglichkeit, die Asche im Kolumbarium auf dem Animalium-Gelände beizusetzen – an einem Ort, der zu jeder Tages- und Nachtzeit besucht werden kann.

Es muss also nicht sein, dass ein Abschied von einem Pferd nicht würdevoll sein darf. Schließlich sind Pferde für sehr viele Menschen keine reinen Nutztiere!

Verwendete Quellen: Pressemitteilung Animalium Tierkrematorium GmbH

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